Mauritius beste Reisezeit: Wann es sich wirklich lohnt
Die Lage von Mauritius auf der Südhalbkugel macht die Insel praktisch das ganze Jahr zu einem guten Reiseziel. Allerdings tickt Mauritius wettermässig etwas stärker als andere Inseldestinationen und es gibt tatsächlich ein Zyklonrisiko, das ihr nicht unterschätzen solltet. Das kann aber gleichzeitig echt eine Chance für eure Mauritius Reise sein. Warum, zeige ich euch hier.

In diesem Artikel geht es um die beste Reisezeit für Mauritius, ehrlich eingeordnet für eure Mauritius Reise oder eure Flitterwochen. Ihr erfahrt, wie die beiden Jahreszeiten, das Zyklonrisiko und der Passatwind das Wetter prägen, welche Monate ich euch klar empfehle, und den einen Punkt, den fast alle übersehen: dass Mauritius durch die Berge ganz unterschiedliche Mikroklimata hat, und die richtige Küste im richtigen Monat mindestens so wichtig ist wie der Monat allein. Dazu am Schluss die häufigsten Fragen kurz beantwortet.
Mauritius liegt zwar auf der Karte ziemlich in der Nähe der Seychellen, aber es gibt hier etwas grössere Wetterausprägungen als die relativ milden Monsun-Nuancen dort.
Die zwei Seiten von Mauritius
Auf Mauritius herrschen zwei Jahreszeiten: Der Südhalbkugelwinter von Mai bis Oktober und der Sommer zwischen November und April.
Sommersaison - warm, feucht, Zyklone
Im Sommer der Südhalbkugel präsentiert sich Mauritius sehr warm und feucht und mit dieser Wetterlage steigt auch das Risiko für Zyklone (etwa das gleiche wie die Hurricanes in der Karibik).
Die meisten Wirbelstürme suchen die Insel zwischen Januar und März heim. Dann sind auch die Preise natürlich tendenziell tiefer, weil sich das Wetter sehr unsicher präsentiert.
Mit Regen müsst ihr in dieser Zeit ebenfalls rechnen und zwar mit bis zu 16 Regentagen pro Monat. Das ist die Hälfte eines Monats und wenn ihr nur zwei Wochen habt, kann das schon ein rechtes Risiko sein.
Handkehrum fällt der Regen oft während der Nacht und es klart tagsüber wieder etwas auf. Das wäre dann wieder ein Pluspunkt für eine Mauritiusreise im Südsommer.
Wintersaison - kühler, trockener, mehr Wind
Im Winter, also in unseren Schweiz Sommermonaten, kühlt es auf Mauritius ein bisschen ab und es wird trockener. Frieren müsst ihr dann allerdings sicher auch noch nicht, die Temperaturen bewegen sich immer noch so um die 25-30 Grad rum. Aber einfach auf angenehmere Art und weniger feucht als im Sommer.
Heisst auch, wenn ihr Dinge an Land unternehmen möchtet, ist das jetzt viel angenehmer als wenn die Luft praktisch steht.
Ein weiteres Plus dieser Monate: Mehr Wind! Und dafür kommen nun doch recht viele Schweizer auf Mauritius, um ihren Wind- und Wassersporthobbies zu frönen.
Von Mai bis Oktober bläst stetig der Südostpassatwind. Und Passatwind heisst wirklich stetig. Heisst im Umkehrschluss, dass die Süd- und Ostküste deutlich windiger und kühler ist als der Rest der Insel.
Mein Favorit für euch: Die Übergangsmonate
Es ist die Realität bei fast jeder Reisedestination für mich: Ich bin eine grosse Verfechterin der Shoulder Season! Es muss nicht grad die komplette Nebensaison sein, aber in den Übergangsmonaten warten einfach immer noch super Bedingungen auf euch, gepaart mit weniger Touristen und moderateren Preisen.
Mauritius ist genau so ein Kandidat, der in der Shoulder Season perfekt funktioniert.
Heisst hier im Klartext: April, Mai, September bis November.
Hier kriegt ihr oft den Füüfer und s'Weggli. Angenehme Temperaturen, Wind für nicht absolute Surfcracks und vertretbare Menschenmengen, ausserdem bessere Preise als in der Hochsaison.

Der klimatische Punkt, den fast alle übersehen
Es gibt eine Sache, die viele bei der Reiseplanung von Mauritius leider übersehen. Und dann kann man sich noch so lange fragen, wann denn die beste Reisezeit für Mauritius ist.
Mauritius hat aufgrund der Berge ziemlich verschiedene Mikroklimata zwischen Westküste und Ostküste. Das heisst, dass es es an der einen Ecke strahlend blau und sonnig sein kann, während es gleichzeitig an einer anderen Ecke neblig und regnerisch ist.
Westen und Südwesten
Diese Region ist am trockensten und wärmsten. Sie liegt im Regenschatten der Berge und kann so den meisten Niederschlägen gekonnt entfliehen.
Norden
Der Norden von Mauritius ist ebenfalls ziemlich trocken und warm, allerdings leicht feuchter als der Westen der Insel. Insgesamt findet ihr hier das ausgeglichenste Klima, mal übers ganze Jahr hinweg gesehen.
Zentralplateau
Hier wird es schon um einiges kühler und nasser. In dieser Region fällt insgesamt am meisten Regen und gerade im Winter kühlt es hier nachts ziemlich ab. Die Region ist vor allem bei Einheimischen beliebt, würde ich euch jetzt aber weniger für euren Stay auf Mauritius empfehlen.
Osten und Süden
Hier kommen die Kitesurfer und Seglerinnen voll auf ihre Kosten, weil diese Regionen im Winter (von Mai bis Oktober) voll dem Südostpassatwind ausgesetzt sind. Und auch im Sommer ist es hier windiger als an anderen Ecken, was eine kühle Abwechslung bedeuten kann.
Was heisst das jetzt konkret für eure Locationwahl? Wenn ihr in der Zyklonsaison reist oder einfach auf Nummer sicher gehen wollt, seid ihr im Westen oder Nordwesten am besten aufgehoben, dort ist das Wetter am stabilsten.
Wenn ihr dagegen bewusst in der windigeren Saison unterwegs seid und selber Wind und Wellen sucht, führt kein Weg am Osten oder Süden vorbei.
Und wenn ihr einfach nur Ruhe und möglichst wenig Überraschungen wollt, ganz egal in welchem Monat, dann bleibt der Norden für euch meistens die verlässlichste Wahl.
Was heisst das für eure Mauritius Reise ab der Schweiz?
Die beste Reisezeit für Mauritius hängt mit etwas ganz Wichtigem zusammen: Mit euch persönlich! Das bestimmt nämlich, wann ihr Zeit habt und welche Saison am besten zu euren Wünschen passt.
Im Schweizer Sommer (Juni - August) herrscht auf Mauritius absolute Hochsaison. Dazu kommt, dass dann viele Schweizer Familien Sommerferien haben. Wenn ihr trotzdem von dieser schönen Saison profitieren, aber dem Family-Wahnsinn aus dem Weg gehen wollt, reist ihr am besten Anfang Juni oder dann im September.
Über Weihnachten/Neujahr spielt euch leider die Zyklonsaison nicht gerade in die Karten. Gerade im Januar und Februar zieht das Risiko deutlich an. Über die Feiertage würde ich euch deshalb woanders hinschicken, zum Beispiel auf die Malediven.
Auch die Sport- und Skiferien im Februar sind für Mauritius keine ideale Wahl, aus dem gleichen Grund wie über die Festtage: Das ist mitten in der heissesten Phase der Zyklonsaison. Falls die Sportferien euer einziges Zeitfenster sind, schaue ich das Risiko lieber realistisch mit euch an, statt es für euch schönzureden.
Die Herbstferien im Oktober und die Osterferien im April spielen euch hingegen besser in die Karten. Beide liegen genau in den Übergangsmonaten, die ich euch weiter oben schon empfohlen habe.
Wenn ihr von der Reisezeit her voll flexibel seid und es euch aussuchen könnt, dann würde ich mich für die Übergangsmonate entscheiden.
Kurz zu Zyklonen, Wind und Wassertemperatur
Zyklone sind auf Mauritius, anders als auf den Seychellen, ein echtes Thema und keine Randnotiz. Die Saison läuft grob von November bis April, mit dem höchsten Risiko meist zwischen Januar und März (das würde ich vor eurer Reise nochmal mit einer aktuellen Quelle gegenchecken, veraltete Zahlen will ich euch hier nicht unterjubeln).
Das heisst aber nicht, dass ihr die Reise deswegen gleich streichen müsst. Die Warnsysteme vor Ort sind inzwischen zuverlässig, die Resorts sind gut auf Stürme vorbereitet (dicke Mauern, eingespieltes Personal, klare Abläufe), und ein direkter Treffer genau in eurer Reisewoche ist trotz allem eher die Ausnahme. Ich sage es euch aber trotzdem ehrlich: Wenn ihr maximale Sicherheit wollt, bucht ihr ausserhalb dieser Monate.
Der Wind ist auf Mauritius spürbarer, als viele erwarten, vor allem in der trockeneren Saison, wenn die Passatwinde auffrischen. Für Kitesurfer ist genau das der Grund, weshalb sie überhaupt herkommen.
Für alle anderen lohnt es sich einfach, das schon bei der Wahl der Küste mitzudenken, statt es erst vor Ort zu merken (dazu gleich mehr im nächsten Abschnitt). Weil viele Leute werden irgendwann von stetigem Wind ganz hibbelig und konfus im Kopf und der lässt sich in der trockenen Saison halt leider nicht abstellen (oder sowieso nie). Gerade für uns Schweizer:innen kann konstanter Wind wirklich nervig werden.
Und die gute Nachricht zum Schluss: Das Wasser ist ganzjährig angenehm warm, meist irgendwo zwischen 24 und 28 Grad. Da müsst ihr euch also keine Gedanken machen, egal für welchen Monat ihr euch entscheidet.

Ich helfe euch, eure beste Reisezeit für Mauritius zu finden
Ganz ehrlich: Die wenigsten meiner Kundinnen und Kunden haben bei der Reisezeit wirklich freie Wahl. Da ist die Hochzeit, die schon lange feststeht, die Schulferien der Kinder, oder einfach das eine Zeitfenster, das im Job überhaupt möglich ist. Und genau da beginnt meine eigentliche Arbeit.
Ich frage euch nicht einfach "wann wollt ihr reisen?", sondern was euch wirklich wichtig ist. Wollt ihr unbedingt Sonne satt und nehmt dafür in Kauf, dass es mal etwas windiger wird? Oder ist euch eine ruhige Lagune zum Schnorcheln wichtiger als garantiert perfektes Strandwetter an jedem einzelnen Tag?
Genau diese Fragen entscheiden am Ende mehr über euer Reiseerlebnis als das Datum allein.
Und falls euer Zeitfenster in die Zyklonsaison fällt, weil es halt einfach nicht anders geht: Dann schauen wir gemeinsam an, wie sich das Risiko so klein wie möglich halten lässt, welche Küste dafür besser geeignet ist, und worauf ihr bei der Buchung achten solltet (Stornierungsbedingungen zum Beispiel, die werden gern vergessen). Ihr müsst das nicht allein herausfinden.
Schreibt mir einfach, mit welchem Zeitfenster ihr plant, dann sage ich euch ganz ehrlich, was euch erwartet, und wie wir gemeinsam das Beste daraus machen.
FAQ zu Mauritius beste Reisezeit
Wann ist die beste Reisezeit für Mauritius?
Ganz klar in den Übergangsmonaten April, Mai sowie September bis November. Da trefft ihr auf angenehme Temperaturen, moderate Preise und ein deutlich tieferes Zyklonrisiko als in der Hoch- und Nebensaison.
Wann ist Zyklonsaison auf Mauritius?
Grob von November bis April, mit dem höchsten Risiko zwischen Januar und März. In dieser Zeit lohnt es sich, flexibel zu bleiben und die Wetterlage im Auge zu behalten.
Ist Mauritius auch im Schweizer Sommer (Juni bis August) eine gute Reisezeit?
Ja, das ist gleichzeitig Hochsaison auf Mauritius, mit stabilem, trockenerem Wetter. Dafür ist auch mehr los, weil viele Schweizer Familien genau dann Ferien haben. Wer das umgehen will, reist am besten Anfang Juni oder im September.
Wie warm ist das Wasser auf Mauritius?
Ganzjährig angenehm, meist irgendwo zwischen 24 und 28 Grad. Das ist bei der Wahl der Reisezeit wirklich der letzte Punkt, über den ihr euch Gedanken machen müsst.
Ist die West- oder die Ostküste von Mauritius windiger?
Die Ost- und Südküste, dort weht vor allem von Mai bis Oktober der Südostpassatwind stetig und kräftig. Der Westen und Nordwesten liegt im Windschatten der Berge, ist geschützter und insgesamt trockener und wärmer.



