Norwegen Reise planen: mein kompletter Guide als Reiseberaterin
- vor 5 Tagen
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Norwegen ist eines dieser Ziele, bei denen die Vorfreude manchmal fast ein bisschen überfordert. So viel Schönheit, so viel Fläche, so viele Möglichkeiten, und irgendwann sitzt man vor lauter offenen Tabs da und weiss nicht mehr, wo anfangen. Ehrlich gesagt kenne ich das von fast jedem Paar, das zu mir kommt und eine Norwegen Reise planen will.

Deshalb ist das hier eure Startseite. Kein Artikel, der euch mit tausend Details erschlägt, sondern der grosse Überblick, der die wichtigen Entscheidungen in die richtige Reihenfolge bringt. Wann nach Norwegen fahren, wohin, wie lange, wie und wo wohnen, was kostet das alles. Und für jede dieser Fragen zeige ich euch, wo ihr tiefer eintaucht, wenn ihr wollt. Sodass ihr nachher wisst, wir ihr euren Norwegen Urlaub planen könnt.
Ich bin Manuela, ich plane als Reiseberaterin Reisen für anspruchsvolle Schweizer Paare, und Norwegen ist eines meiner Herzensziele. Lasst uns das Schritt für Schritt aufdröseln, damit aus dem Wust von Möglichkeiten eine Reise wird, auf die ihr euch einfach nur freut.
Zuerst die wichtigste Frage: Wann wollt ihr nach Norwegen reisen?
Klingt banal, ist aber die Entscheidung, von der alles andere hängt. Denn Norwegen hat zwei komplett verschiedene Gesichter, und ihr müsst euch für eines entscheiden (beide in einer Reise geht schlicht nicht, dazu gleich mehr).
Der Sommer (etwa Ende Mai bis September) ist die Zeit der Fjorde. Alle Strassen offen, die Wasserfälle voll, die Tage endlos hell bis zur Mitternachtssonne im Norden. Das ist die klassische Rundreise-Saison.
Der Winter (etwa Oktober bis März) ist die Zeit der Polarlichter. Schnee, arktische Stille, dieses besondere Licht. Dafür kurze Tage und einige Bergstrassen gesperrt. Eine ganz andere, aber ebenso magische Reise.
Der Punkt, den viele nur ungern realisieren: Mitternachtssonne und Nordlichter schliessen sich gegenseitig aus. Fürs eine braucht es helle Sommernächte, fürs andere dunkle Winternächte. Ihr wählt also nicht nur einen Monat, ihr wählt die Art von Reise.
→ Welcher Monat wofür am besten passt, habe ich hier ausführlich aufgeschrieben: Die beste Reisezeit für Norwegen: Sommer, Winter und mein ehrlicher Geheimtipp
→ Und speziell für die Lofoten lohnt sich diese Entscheidungshilfe: Lofoten im Sommer oder Winter: Was ist wirklich besser?

Wohin? Die zwei Norwegens
Sobald die Saison klar ist, kommt die Frage nach der Region. Auch hier gibt es grob zwei Welten.
Der Süden und Westen ist das Fjord-Norwegen. Bergen als charmantes Tor, dann die grossen Fjorde: Sognefjord, Naeröyfjord, Geirangerfjord, dazu Panoramastrassen, die einen andauernd anhalten lassen. Das ist die Postkarten-Rundreise, und im Sommer ist sie ein Traum.
→ Tiefer eintauchen könnt ihr hier: Familienreise durch Norwegen: Entspannt unterwegs zwischen Fjorden, Bergen und Wikingern
Der Norden ist das arktische Norwegen, und sein Herzstück sind für mich die Lofoten. Rote Fischerhütten am Wasser, senkrechte Berge, im Sommer die Mitternachtssonne, im Winter die Polarlichter. Ein Ort, der fast unwirklich schön ist.
→ Alles Wichtige zu den Inseln findet ihr hier: Lofoten Rundreise: Wo das Licht nie so wirklich schläft
Meine klare Empfehlung: Wer im Sommer zum ersten Mal nach Norwegen reist, sollte beides verbinden, die Fjorde und die Lofoten. Wer im Winter für die Nordlichter kommt, konzentriert sich ganz auf den Norden.
Wie lange und welche Route?
Für die grosse Kombination aus Fjorden und Lofoten sind zwei Wochen das Minimum. Das reicht, um beide Gesichter Norwegens zu sehen, ohne die Reise auf der Strasse zu verbringen (der Trick dabei ist ein kurzer Inlandsflug zwischen Süd und Nord, weil die Distanz per Auto viel zu gross wäre).
→ Meine komplette Route mit allen Etappen habe ich hier für euch aufgebaut: Norwegen Rundreise: Die perfekte Route für 2 Wochen
Habt ihr weniger Zeit, dann fokussiert lieber auf den Süden ODER den Norden. Eine Woche nur Fjorde oder eine Woche nur Lofoten ist tausendmal schöner als zwei Regionen im Schnelldurchlauf. Weil in Norwegen gilt fast immer (wie fast überall auf der Welt, wenn du mich fragst): Weniger Orte, mehr Zeit pro Ort.
Wo übernachten in Norwegen?
In Norwegen ist die Unterkunft nicht Nebensache, sie ist die halbe Reise. Eine Rorbu, die alte rote Fischerhütte direkt am Wasser, morgens der Fjord vor dem Fenster, das ist genau der Moment, für den man kommt. Es macht einen riesigen Unterschied, ob ihr in einem austauschbaren Kettenhotel schlaft oder in einer handverlesenen Hütte mit Seele.
→ Welche Häuser auf den Lofoten wirklich halten, was sie versprechen (und welche Rorbu am Wasser steht und welche nur auf dem Foto), habe ich hier zusammengestellt: Beste Unterkünfte Lofoten: Handverlesen und Boutique
Das ist übrigens einer der Bereiche, in denen sich Beratung am meisten auszahlt, weil die schönen Hütten früh weg sind und man die guten von den mittelmässigen von aussen kaum unterscheidet.
Polarlichter Norwegen: Das grosse Winterthema
Wenn euch die Nordlichter locken, dann plant ihr eine Winterreise, und zwar in den Norden, wo der Himmel dunkel genug ist. Die Polarlichter sind kein Erlebnis, das man einfach bucht (sie kommen halt, wenn sie kommen), aber man kann seine Chancen mit dem richtigen Ort, der richtigen Zeit und ein bisschen Geduld enorm verbessern.
→ Wie das geht und worauf es ankommt, steht hier: Polarlichter Norwegen [in Arbeit]
Was kostet eine Norwegen-Reise?
Norwegen hat den Ruf, teuer zu sein, und ganz falsch ist das nicht. Aber es ist planbar, und mit den richtigen Entscheidungen gebt ihr das Geld dort aus, wo ihr es wirklich spürt (und spart dort, wo es keiner merkt).
→ Eine ehrliche Aufschlüsselung aller Kosten in CHF, von den Flügen ab Zürich bis zu den Erlebnissen vor Ort, findet ihr hier: Was kostet eine Norwegen-Reise? Ehrliche Kosten einer Reiseberaterin

Norwegen für Paare und Flitterwochen
Ganz ehrlich, Norwegen ist als Reiseziel für Paare und Flitterwochen völlig unterschätzt. Alle denken an die Malediven oder Bali, dabei ist kaum ein Ort so romantisch wie eine Rorbu unter dem Nordlicht oder ein stiller Fjord in der Mitternachtssonne.
Es ist das Besondere, das man nicht auf jedem zweiten Instagram-Feed sieht, und genau das macht es für Flitterwochen so schön.
→ Warum Norwegen als Honeymoon-Ziel funktioniert, habe ich hier aufgeschrieben: Flitterwochen Norwegen: Der komplette Guide für Paare
→ Und wer die Flitterwochen konkret auf den Lofoten verbringen will, findet hier alles dazu: Flitterwochen Lofoten: Was ihr wissen müsst, bevor ihr bucht
Selber planen oder planen lassen?
Ich sage es ehrlich: Natürlich könnt ihr eure Norwegen-Reise selbst planen. Die Frage ist nur, ob ihr das wollt.
Denn hinter einer guten Reise stecken hunderte kleiner Entscheidungen, die man beim ersten Mal kaum überblickt. Welche Rorbu wirklich am Wasser steht. Wann man die guten Hütten reservieren muss, damit sie nicht schon weg sind. Wie man Fähren, Mautstrecken und den Mietauto-Wechsel im Norden so legt, dass nichts ins Wasser fällt. Welche Fjord-Fahrt sich lohnt und welche man sich sparen kann.
Genau das ist mein Job. Ich nehme euch nicht nur die Arbeit ab, ich mache die Reise besser, als ihr sie selbst hinbekommen würdet (das darf ich nach Jahren in diesem Handwerk so sagen). Und ich bringe Ruhe rein, weil ich den Überblick habe und ihr euch darauf verlassen könnt, dass am Ende alles passt.
Wenn ihr eure Norwegen-Reise nicht selbst zusammenpuzzeln, sondern euch einfach freuen wollt: Schreibt mir kurz, wann ihr reisen möchtet und was euch wichtig ist, und ich melde mich mit einem ersten, persönlichen Vorschlag.
FAQ zur Norwegen-Reise und Norwegen Reisetipps
Wie viel Zeit brauchen wir für Norwegen?
Für die Kombination aus Fjorden und Lofoten sind mindestens zwei Wochen ideal. Habt ihr weniger Zeit, konzentriert euch lieber auf eine Region, das ist entspannter und schöner als ein Schnelldurchlauf.
Wann ist die beste Reisezeit für Norwegen?
Das hängt davon ab, was ihr wollt. Der Sommer (etwa Ende Mai bis September) ist die Zeit für Fjorde und Mitternachtssonne, der Winter für Polarlichter und Schnee. Beides in einer Reise geht nicht, mehr dazu im Post zur besten Reisezeit.
Kann man in Norwegen selbst mit dem Auto herumfahren?
Ja, und im Sommer ist eine Rundreise mit dem Mietauto die schönste Art, das Land zu erleben. Wichtig ist nur, die Fahrzeiten grosszügig zu rechnen, weil Fähren und schmale Strassen sie oft verlängern. Aber so kannst du in Norwegen komplett individuell reisen.
Ist Norwegen sehr teuer?
Norwegen ist nicht günstig, aber gut planbar. Wo ihr investieren solltet und wo ihr sparen könnt, ohne dass es das Erlebnis schmälert, habe ich im Kosten-Post ehrlich aufgeschlüsselt.
Eignet sich Norwegen für Flitterwochen?
Sehr sogar, auch wenn es viele nicht auf dem Schirm haben. Eine Rorbu am Wasser, ein Fjord in der Mitternachtssonne oder das Nordlicht über den Bergen sind so romantisch, wie es nur wenige Ziele hinbekommen.



